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25 Jahre deutsch-französische Partnerschaft

Am 25. September 1987 wurde im französischen  Meung-sur-Loire die erste Gundelfinger Städtepartnerschaft geschlossen. 140 Gundelfinger reisten damals nach Meung. Bürgermeister Eric Doligé aus Meung und Bürgermeister Reinhard Bentler unterschrieben die Partnerschaftsurkunde. Meung-sur-Loire liegt 30 km westlich von Orléan unmittelbar an der Liore.
25 Jahre lang gab es im jährlichen Wechsel Besuche in Gundelfingen und Meung. Tiefe und herzliche Familienfreundschaften entwickelten sich in all den Jahren. Zum Weihnachtsmarkt warten jedes Jahr die Gundelfinger auf den Stand der Magdunois mit seinen vielen französischen Köstlichkeiten. Zu  10- und 20-jährigen Jubiläen gab es große Festlichkeiten in Meung, zum 25-Jährigen Jubiläum traf man sich nun in Gundelfingen.
Mehr als 50 Gäste besuchten Gundelfingen und ihre befreundeten deutschen Familien. Sie unternahmen eine Busausflug nach St. Blasien, nach Säckingen, besuchten Freiburg und zum Abschluss trafen Gäste und Gastgeber sich in der Festhalle zu einer großen Jubiläumsfeier mit Gala-Diner.
Die Jubiläumsfeier wurde feierlich eröffnet mit der Hamburger Sonate von Bach. Die großartige Solistin Ann-Christin Dages, Querflöte, wurde begleitet von Hans-Georg Gaydoul  am Klavier (Musikschule Breisgau).
Es galt die „Silberne Hochzeit“ beider Städte zu feiern. Vor der Bühne erinnert ein großes Bild an die Trauung in Gundelfingen. Bürgermeister Bentler, Hans Rainer Butz, Eric Doligé, Michel d` Aboville stehen neben dem Brautpaar, das die beiden Städte darstellen soll.
Eine große 25, die Flaggen Frankreichs und Meungs, Deutschland und Gundelfingens, weiße Blumen schmücken die Bühne. Im Saal sind für 120 Gäste die Tische festlich gedeckt. Doris Surkamp sorgte für einen Tischschmuck in den Landesfarben. Perfekt und mit Umsicht hatte Matthias Klausmann von der Gemeindeverwaltung diese Jubiläumsfeier in der Festhalle organisiert. Mit einem Sektempfang begann der Abend, deutsch-französisches Stimmengewirr!
Bettina Finckh, Vorsitzende der Städtepartnerschaft Gundelfingen Meung-sur-Loire, begrüßte herzlich die Bürgermeisterin Pauline Martin aus Meung, Pauline Lefevres, Vorsitzende des französischen Vereins „Meungundelfingen“, die „Väter“ der Partnerschaft Michel dÁboville, Markus Amann, Bürgermeister Bentler und viele Gäste.  
Bürgermeister Bentler erinnerte daran, wie sich in den 25 Jahren Europa verändert habe, die Mauer fiel, die Gundelfinger Partnerstadt Scheibenberg schließt Freundschaft mit Meung.  Die Globalisierung der Welt erfordere einen festen europäischen Zusammenhalt, Freundschaften würden zur dauerhaften Aufgabe. „Es lebe die deutsch-französische Freundschaft! Es lebe die Freundschaft Gundelfingen- Meung-sur-Loire!“
Für 25 Jahre Freundschaft dankte Michel d´ Aboville in einer ergreifenden Rede. Als Kind habe er den zweiten Weltkrieg erlebt und unvergessen sei ihm ein Besuch mit de Gaulle1962 in Köln bei Konrad Adenauer. Hier setzte man sich bereits mit der Zukunft Europas auseinander. „Man muss zusammengehen in Europa – vergessen Sie nie Europa!“
Pauline Martin, Bürgermeisterin in Meung, wünschte allen, dass die Freundschaft noch einmal 25 Jahre und länger halten möge und Francoise Lefévres dankte den Gundelfinger Freunden für die abwechslungsreichen interessanten Tage, für das große Fest und die Herzlichkeit der Menschen.
Gundelfinger Vereine gestalteten das Unterhaltungsprogramm. So traten in bunten Gewändern die GundelSingers auf und führten ihr Publikum nach Afrika. „Hör auf die Trommeln...“, unter der Leitung von Birgit Schill, am Klavier Estira Nikkhah und an den Bongos Carsten Klotz sangen an die 30 Sängerinnen afrikanische Lieder, bewegten sich beeindruckend im Rhythmus.
Von der Gundelfinger Turnerschaft traten in blauen Anzügen, mit weißen Ohren sieben Mädchen (6-8 Jahre), die kleinen „Hasen“ auf. In phantasievollen glitzernden Trikots zeigten „Polarlichter“, vier Mädchen (10-16 Jahre) beeindruckende artistische Tänze. Auch drei Musiker aus Meung traten auf. Lieder, Arien aus Operetten von Poulenc, Satie, Messager, Christiné wurden gesungen, faszinierend Dominique Pautas mit ihrem dramatischen Sopran, ihren temperamentvollen  Bewegungen, am Klavier Jean Christoph Briant. „Ich hab dich lieb....!“, die Arie aus Lehars lustigen Witwe animierte die Hörer zum Mitsummen oder –singen.
Während des reichhaltigen köstlichen Festbanketts schritt Anita Morasch durch die Tischreihen und unterhielt die Gäste mit deutschen oder französischen Liedern, die sie am Musette-Akkordeon selbst begleitete.
Bis Mitternacht saß man zusammen, es schien, als wolle man sich nie mehr trennen!
(he)


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Seite geändert am 01.02.2012