Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
Herzlich Willkommen
in der Gemeinde Gundelfingen
Herzlich Willkommen
in der Gemeinde Gundelfingen
Herzlich Willkommen
in der Gemeinde Gundelfingen
Herzlich Willkommen
in der Gemeinde Gundelfingen

Aktuell

Der Reformator wider Willen bei „AnnaManna“

Martin Luther - Reformator Wider Willen
Martin Luther - Reformator Wider Willen

AnnaManna, das Frauenfrühstück in der evangelischen Kirchengemeinde, fand vor einiger Zeit wieder statt und widmete sich mit einem Beitrag Pfarrer Helmut Beckers der Person Martin Luthers, den dieser als „Reformator wider Willen“ bezeichnete.

Martin Luther

Geboren 1483 in Eisleben, aufgewachsen in einem strengen Elternhaus, erlebte Luther den Glauben der damaligen Zeit unter dem Aspekt der Angst vor Fegefeuer und Teufel. Luther trieb die Frage um, wie er einen gnädigen Gott finden könne. Zwei überstandene Lebensgefahren (ein heftiges Gewitter und eine beinahe tödliche Degenverletzung) bestärkten ihn, Mönch zu werden. Die Wut auf die eigene Sündhaftigkeit, das Nichtwissen, ob alle Anstrengungen ausreichen, um in den Himmel zu kommen, führten ihn ins Augustiner-Eremiten-Kloster zum Studium der Theologie in Erfurt.

1508 wurde er Doktor/Professor und Subprior des Wittenberger Klosters. Im sogenannten Turmerlebnis gewann Luther die Überzeugung, dass die Gerechtigkeit Gottes durch Glauben geschenkt werde und der Mensch zu seinem Seelenheil nichts beitragen könne.

Seine 1517 verfassten 95 Thesen trafen den Nerv seiner Zeit. Sein Kampf gegen die Kurie in Rom fand auf dem Reichstag in Worms 1521 einen vorläufigen Höhepunkt, verschärfte aber auch den Druck auf ihn. Als Junker Jörg auf der Wartburg versteckt, legte er seine ganze Energie in die Übersetzung des Neuen Testamentes ins Deutsche.

Luthers Theologie wird mit dem fünffachen „Solus“ (= allein, einzig) beschrieben: allein die Heilige Schrift, allein Jesus Christus, allein durch Gnade, allein durch den Glauben, Gott allein die Ehre.

Er sprach sich gegen den Zölibat aus und heiratete 1525 heimlich die ehemalige Nonne Katarina von Bora, was unter seinen Gegnern ebenfalls für Aufruhr sorgte.

Sein Tod am 18. Februar 1546 wurde genau dokumentiert. Die Art zu sterben galt damals als ein Hinweis, ob ihn der Teufel (ein schneller Tod) oder ein Engel (langsames Sterben) geholt habe. Letzteres war der Fall. Seine Reliquien wurden verbrannt, das Sterbehaus in Eisleben abgerissen, um keinen Kultstatus aufkommen zu lassen. Das heutige Museum am Andreaskirchplatz ist ein Erinnerungsort an Luther und nicht, wie irrtümlicherweise im 18. Jh. angenommen, sein Sterbehaus.

500 Jahre später

Becker hinterfragte, inwieweit es 500 Jahre nach Luther angemessen sei, über ihn zu urteilen. Niemand heutzutage müsse hierzulande um sein Leben bangen, wenn er seinen Standpunkt vertrete, Luther hingegen sei bereit gewesen, notfalls für seine Überzeugungen zu sterben. Bis zu seinem Tod sei er ein Reformator wider Willen gewesen. Festgehalten habe er an der ihn durch sein ganzes Leben tragenden Erkenntnis: „Gott ist gnädig und ohne Verdienst werde ich allein durch den Glauben an Jesus Christus gerecht.“

So regte Becker dazu an, sich im Jubiläumsjahr der Reformation intensiver mit diesem außergewöhnlichen Mann zu befassen, der die (Kirchen-)Geschichte nachhaltig mitgeprägt hat.  C. Deck / H. Geisler

Wetter

18. November 2017
5 °C
Feiner Nebel
Sonnenaufgang: 07:40 Uhr
Sonnenuntergang: 16:47 Uhr
Luftfeuchtigkeit: 93%
Niederschlag: 0 mm
Bewölkung: Fast bedeckt
Windrichtung: N
Wind: Leichte Brise

Morgen

19. November 2017
2 °C
Schnee

Übermorgen

20. November 2017
2 °C
Schnee