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BUND-Umwelttipp: Gelben Sack bei Sturmwarnung im Keller lassen

gelber Sack
gelber Sack

Die Winterstürme im Januar 2018 brachten erneut eine massive Vermüllung von Stadt, Land, Fluss im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Trotz Sturmwarnung wurden die gelben Säcke vor die Türen gestellt. Die viel zu dünnen Säcke waren am Morgen nach der Sturmnacht zerfetzt und der Inhalt in allen Straßen verstreut. Es ist einfach unvernünftig, trotz Sturmwarnung gelbe Säcke vor die Tür zu stellen.
Wenn unser Abfall und Plastikmüll tatsächlich größtenteils über die Graue Tonne und den gelben Sack "entsorgt" wird, dann stellt sich doch die Frage, warum auch in Deutschland Stadt, Land, Fluss und Meer mit Abfällen und Plastik zugemüllt werden. Jährlich verenden etwa 1.000.000 Seevögel und 100.000 Meeressäuger durch den Kontakt mit Plastikmüll. In weiten Teilen des Meeres gibt es mittlerweile 6 mal mehr Plastik als Plankton.  Ein von uns ausgehender Grund für diese Vermüllung sind die generell zu dünnen gelben Säcke.  Die Ausrede des Dualen Systems für das schnell zerreißende dünne Material ist die Angst, "dass eine bessere Qualität von gelben Säcken" zu einem "Missbrauch" für andere Verpackungszwecke führen könnte.
Eine wichtige Quelle des Mülleintrages in die Landschaft ist die Tatsache, dass Menschen trotz Sturmwarnung ihre dünnen gelben Säcke vor die Tür stellen. Hier zeigt sich auch eine massive Entfremdung vieler Menschen von den Naturgewalten. Der Zusammenhang zwischen Sturm und drohender Vermüllung wird einfach nicht gesehen. So brachten die Winterstürme im Januar 2018 erneut eine massive Vermüllung von Städten und Gemeinden und trotz umfangreicher Reinigungsarbeiten wandert immer noch ein Teil des Mülls in Landschaft und Gewässer. Darum bittet der BUND-Regionalverband: Die gelben Säcke sollten an Sturmtagen einfach im Keller bleiben.

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