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Aktuell

Burka und Bikini

Burka und Bikini

Burka und Bikini

Wie sehr (Be-)Kleidungsfragen oft Ausdruck weniger religiöser als vielmehr gesellschaftspolitischer Ansichten waren und dies nicht zuletzt derer, die davon gar nicht betroffen waren – sprich: der Männer, der Herrschenden –, vermittelte André Thomas kürzlich vor Interessierten in einer Veranstaltung des Städtpartnerschaftsvereins Gundelfingen–Meung-sur-Loire.

Insofern veranschaulichten seine gefalteten Hände, wie sie auf dem Titelfoto zu sehen sind, die von ihm so überschriebene „Sache mit der Religion“, sein skeptischer Blick wurde immer dann eingesetzt, wenn es um Nichtvorhandensein oder Rückschläge aufklärerischen Bemühens in den vergangenen Jahrhunderten oder auch in der Gegenwart ging.

Verhüllungen weit verbreitet

Das Verhüllen des weiblichen Körpers, ganz oder in Teilen, sei kein Phänomen allein orientalischer und/oder islamischer Kulturkreise, hob er hervor. Er verwies u.a. auf die spanische Mantilla, die Kopfbedeckung östlicher Christinnen, auf Trachten aus Bretagne und Schwarzwald. Als Gemeinsamkeit stellte er heraus, dass es dabei häufig um eine einschränkende Funktionszuweisung ging, die Frauen an der Entfaltung ihrer Möglichkeiten hindern sollte.

Dass folglich mit der „Verkürzung“ von Kleidung eine Befreiung der Person einherging, zeigte sprechend eine Bild-Collage: Trat Frau 1875 in Europa noch nahezu „umhüllt“ auf, reduzierte sich ihr Kleid zunächst auf knöchelfrei, dann kniefrei und „verschwand“ schließlich immer mehr bis schließlich zum knapp sitzenden Bikini.

Verstehen, erklären, verändern

Dieses historische Werden, die Verknüpfung dieser Äußerlichkeit(en) mit sich ändernden gesellschaftspolitischen Sichtweisen und daraus folgender sozialpolitischer Veränderungen stellte er exemplarisch in vielen Facetten dar. Aus gleicher Gemengelage etwa seien die Bekleidungsvorschriften für Burka und Niqab entstanden – wobei es in den Kulturen, aus denen sie traditionell stammten, schwieriger sei zu Veränderungen zu kommen, „weil in diesen die Grundlagen für einen Prozess einer Säkularisation und Aufklärung“ fehlten. Der Import von Werten aus westlichen Ländern sei wegen deren einstigen kolonialistischen Auftretens bis heute erschwert. Gleichwohl sei nur aus permanenter Gesprächsbereitschaft ein Lösungsansatz vorstellbar, der zu mehr Toleranz und individueller Freiheit führe: „Pausenlos hinschauen, nachdenken und ohne Arroganz aufklären.“ Herbert Geisler 

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