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Aktuell

Raiffeisenbank im Breisgau: Erfolgreiches Jahr

Erstelldatum21.06.2024

„Sportlich“ ist ein beliebter Begriff, um ein zeitlich eng gestecktes Ziel zu erreichen. Sportlich absolvierte die Vertreterversammlung der Raiffeisenbank im Breisgau kürzlich ihre Zusammenkunft: In weniger als einer Stunde vermochte sie ihre Regularien abzuhandeln.....

„Sportlich“ ist ein beliebter Begriff, um ein zeitlich eng gestecktes Ziel zu erreichen. Sportlich absolvierte die Vertreterversammlung der Raiffeisenbank im Breisgau kürzlich ihre Zusammenkunft: In weniger als einer Stunde vermochte sie ihre Regularien abzuhandeln.

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Udo Opel (in Vertretung des krankheitsbedingt entschuldigten Vorsitzenden, Reutes Bürgermeister Michael Schlegel) leitete straff durch die Tagesordnung. Er skizzierte ein herausforderndes Handlungsumfeld für das Berichtsjahr 2023 – geprägt u. a.  von Verwerfungen aufgrund des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine sowie der Zinspolitik der EZB – und konstatierte: „Die Raiffeisenbank im Breisgau suchte und fand Handlungsalternativen.“ Sein Resümee fiel positiv aus: „Es ist gelungen, ein erfolgreiches Jahr zu gestalten.“

Markus Hagen vom Vorstand sprach sodann von einem „Jahr mit wechselnder Gefühlslage“, was er mit drei Ereignissen exemplarisch belegte: Die Eröffnung zweier Geschäftsstellen (in Sasbach und in Königsschaffhausen) einerseits, die Sprengung des Geldautomaten in der Niederlassung in Vörstetten andererseits. Diese hatte die zeitweilige Schließung der dortigen Bank sowie – präventiv aus Sicherheitsgründen – auch jener in der March zur Folge. Weitere Anschlagsversuche dürften nutzlos bleiben, in den Geldautomaten sind Farbkartuschen verbaut, die bei Beschädigung die Scheine wertlos machen.

Bilanzsumme wächst weiter

Eine hier referierte Auswahl der von Markus Hagen präsentierten Kennzahlen belegte die von Udo Opel genannte Gesamtbewertung des Geschäftsjahres 2023. So konnte die Bilanzsumme auf den Wert von 374 Millionen Euro gesteigert werden (2022 betrug sie 367 Millionen, 2020 hatte sie bei 325,3 Millionen Euro gelegen). Das betreute Kundenkreditvolumen konnte ebenfalls erhöht werden, es stieg auf 277,2 Millionen Euro (zusammengesetzt aus dem Gros bilanzieller Kundenkredite sowie kleineren Anteilen an Eventualverbindlichkeiten und vermittelten Krediten); der Vergleichswert des Jahres 2022 hatte in summa 268, 9 Millionen Euro betragen. Auch für das betreute Kundenanlagevolumen konnte Hagen einen Spitzenwert von 462, 4 Millionen Euro vermelden (Vorjahreswert: 447,2 Millionen Euro). Gleiches galt für das betreute Kundengesamtvolumen, es machte 2023 insgesamt 739,6 Millionen Euro aus (im Jahr zuvor lautete diese Kennzahl 716,1 Millionen Euro).

Die Raiffeisenbank im Breisgau verfügte bei Abschluss des Wirtschaftsjahres 2023 über 42.350.000 Euro an bilanziellem Eigenkapital (und lag damit deutlich über Verbandsvergleich). Der erwirtschaftete Zinsüberschuss betrug 6.028.000 Euro (und lag damit über dem Vorjahreswert von 5.614.000 Euro).

Weitere Zahlen, Daten, Fakten

Einen Überschuss wies Markus Hagen auch für den Posten „Provisionen“ aus, er betrug im zurückliegenden Jahr 2,816 Mio. Euro ­­– resultierend aus „absoluter Vertriebsleistung“, wie er mit erkennbarem Stolz auf die Beratungsqualität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sagte und es zugleich als „ein Ergebnis unserer Politik, vor Ort zu sein und Ansprechpartner zu haben, die den Kunden qualifiziert zur Seite stehen“ auswies.

Auch für Verwaltungsaufwendungen musste er einen höheren Betrag als den des Vorjahres benennen, für diesen sich aus Personal- und Sachkosten sowie Abschreibungen ergebenden Wert nannte er die Summe von 6,382 Mio. Euro (Vorjahr: 5,809 Mio. Euro). Das Betriebsergebnis schließlich lag bei 3,037 Mio. Euro (2022: 3,160 Mio. Euro), der Bilanzgewinn lag höher als 2022 (seinerzeit: 522.000 Euro), 2023 betrug er 556.000 Euro.

Das Wirken der Raiffeisenbank im Breisgau konnte Markus Hagen ins Wirtschaftsgeschehen der Region einflechten, was die folgenden Zahlen verdeutlichen: 2,85 Mio. Euro sind an Kaufkraft durch Gehaltszahlungen an die Mitarbeiterschaft (49 Arbeitsplätze) erzeugt worden, 784.000 Euro an Steuern wurden gezahlt, über 181.000 Euro an Dividende ausgeschüttet (s. u.) und 23 Millionen Euro an Kreditvolumen vergeben.

Auch sozial ist das Institut engagiert, 41.000 Euro flossen in Spenden bzw. Sponsoring an Vereine, weitere 21.000 Euro an soziale und kulturelle Einrichtungen. Mit einem Positivum konnte Hagen sein Referat abschließen: Die Betriebsergebnis-Prognose des laufenden Geschäftsjahres beurteilte er auf Basis der bis dato vorliegenden Kennzahlen als „besser als im Verband“.

Einstimmige Genehmigungen

Udo Opel merkte anschließend an, der Aufsichtsrat habe sich durchgehend vom Bankvorstand auf dem Laufenden halten lassen und habe „den Vorschlägen des Vorstandes zu Unternehmensphilosophie, Strategie und Handlungsoptionen stets zustimmen“ können. Eine ergänzende Bestätigung dafür gebe es in Form des Berichtes des baden-württembergischen Genossenschaftsverbandes.

Die Vertreterversammlung überzeugte dies, was sich an einstimmigen Voten ablesen ließ: Sie galten dem Umfang der Berichtserstattung, der Genehmigung des vorgelegten Jahresabschlusses sowie der Verwendung des Jahresüberschusses 2023, zu dem die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 2,5 Prozent (in Gesamtsumme: 181.056, 81 Euro zählte). Vorstand wie Aufsichtsrat entlasteten die Vertreter einstimmig.

Vörstettens Bürgermeister Lars Brügner, Gundelfingens Bürgermeister Raphael Walz und Immobilienwirt Christoph Konanz vom Bauverein Breisgau schieden turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat aus, alle drei wurden anschließend von der Versammlung jeweils einstimmig erneut in ihre Funktionen für die kommenden drei Jahre berufen.

„Keine Fusionsabsicht“

Offensichtlich waren die dargelegten Ausführungen transparent, zu deren Details erfolgte keine Nachfrage. Eine auf die Geschäftsstrategie bezogene allerdings gab es aus der Vertreterversammlung: Ob sich denn die Raiffeisenbank im Breisgau mit Fusionsgedanken beschäftige? Dazu gab es eine dreifache Verneinung: Von Udo Opel kam sie für den Aufsichtsrat, Andreas Binninger äußerte sie für den Vorstand und Markus Hagen bekräftigte dies unter neuerlichem Verweis auf ein Hauptanliegen: „Wir halten an der Strategie, eine Bank vor Ort zu sein, fest!“      Herbert Geisler