Aktuell: Gundelfingen

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Aktuell

Mit Esperanto bis nach Finnland

So schön ist Finnland
So schön ist Finnland

Dr. Manfred Westermayer berichtete kürzlich beim Kulturverein Wildtal über nützliche Erfahrungen beim Gebrauch der „radikal klar-strukturierten, neutralen internationalen Sprache Esperanto“. Diese wurde von Lazarus Zamenhof 1887 auf der Basis von indoeuropäischen Wortwurzeln mit einer klaren Ausspracheregelung und beschränkt auf nur 16 Grammatik-Regeln als Welthilfssprache entwickelt. In Freiburg entstand 1891 die dritte deutsche Gruppe dafür, die auch heute noch besteht.

Fragen aus dem Publikum nach der heutigen Relevanz, insbesondere auch im Hinblick auf die immensen Kosten der Übersetzungsabteilung der EU und des Europäischen Parlaments, wurden mit dem Hinweis auf die meist unbemerkte breite Anwendung der Sprache für Wissenschaft, Kultur beantwortet. Zum baltischen Esperanto-Treffen in Litauen kamen über 400 Menschen, davon einige Dutzend aus Asien; beim mit 917 Menschen relativ schwach besuchten Weltkongress im finnischen Lahti waren etwa 200 aus China, Korea und Japan dabei.

Der Referent schilderte Reiseeindrücke. Die Erwähnung der riesigen Kornfelder unterwegs, leider meist ohne eine Spur von Beikräutern, zeigten, dass Esperantisten auch ein Herz für die Ökologie haben. Neben einigen charakteristischen Gebäuden in Warschau und den historischen Bauten in Riga und Tallinn waren die Befunde über die Nazi-Vergangenheit nicht zu übersehen. Zunächst in Warschau das neue Denkmal für Janusz Korczak, der mit seinen jüdischen Waisenkindern freiwillig in die Vernichtung nach Treblinka gegangen war. Von der Familie Zamenhofs, auf die es die Nazis besonders abgesehen hatten, entkam nur ein Enkel von Ludwig Zamenhof der Vernichtung dank der Hilfe freundlicher Menschen.

Über das sehr gut gemachte Rigaer Ghetto-Museum (Internet: rgm.lv) berichtete der Referent, auch von thematischen Ausstellungen über Schandtaten von SS und  Wehrmacht in Lettland. In Tallin werde neben der sehenswerten Altstadt besonders das Okkupations- und Freiheitsmuseum „Vabamu“ intensiv besucht, das auch an die 1941 fast komplett ermordete jüdische Bevölkerung Estlands erinnert, des Gleichen an die einschneidende sowjetische Besatzung 1939 bis 1940 aufgrund des Hitler-Stalin-Pakts sowie der ab 1944 – nach der Vertreibung der deutschen Wehrmacht erfolgenden – Ermordung von 7 Prozent  und Verfrachtung von 6 Prozent der estnischen Bevölkerung nach Sibirien. Thematisiert werde andererseits das wesentlichere Thema, wie eine freiheitliche Demokratie gelingen kann, was gegenwärtig in dem Land erfolge.

Besonders nachhaltig sei das Thema des Weltkongresses gewesen - „vivanta naturo – floranta kulturo“; so sei auch in die Kongressresolution der Hinweis eingeflossen, dass auch Esperantisten sich lokal und global um die Nachhaltigkeitsziele der UN engagieren, denn florierende Kultur sei ohne lebende Natur und soziale Gerechtigkeit nicht denkbar.    M. Westermayer/H. Geisler