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Aktuell: Gundelfingen

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Aktuell

Klimaschutzmanager Waldplanung

David Matuschek Klimaschutzmanager
David Matuschek Klimaschutzmanager

„Klimaschutz soll auch Spaß machen!“

Gundelfingens Klimaschutzmanager David Matuschek stellte kürzlich im Gemeinderat seinen Bericht über bisher Erarbeitetes sowie Geplantes vor. Er unterstrich dabei, dass ihm eine „Mitmach-Kultur“ in Sachen Klimaschutz und Energiesparen wichtig ist – „Spaß machen“ dürfe beides obendrein. Dafür will er die breite Öffentlichkeit gewinnen.

Fortschritte sind messbar, belegte er zu Beginn seines Vortrages, indem er das Beispiel positiver Entwicklung in der Straßenbeleuchtung anführte. Die im Ort seit 20 Jahren vorangetriebene Modernisierung hatte zur Folge, dass trotz gestiegener Energiepreise die Energieverbrauchskosten erheblich gesenkt werden konnten. Bei Fotovoltaik nimmt Gundelfingen unter vergleichbar großen Kommunen Baden-Württembergs einen Platz im Mittelfeld ein – „nicht schlecht“, meinte Matuschek, „aber Luft nach oben ist da noch“.

 

„Mitmachen heißt die Devise!“

Seine Planungen sehen vor, alle Klimaschutzaktivitäten zu koordinieren, die Öffentlichkeitsarbeit und Zusammenarbeit mit zielgerichteten Initiativen zu stärken, als Impulsgeber für die Gemeinde zu wirken und die von der Bevölkerung als vorrangig wichtig eingestuften Projekte mit voranzutreiben sowie des Weiteren ein auf Gundelfingen maßgeschneidertes  Klimaschutzkonzept zu installieren und notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen zu analysieren. Es komme darauf an, führte er weiter aus, auf Basis von Daten „Visionen“ zu entwickeln und diese begründet und nachvollziehbar Richtung Umsetzung zu steuern.

 

„Machen und gefördert werden“

Dafür sollten noch dieses Jahr (gefördert von der Nationalen Klimaschutz-Initiative) ein integriertes Klimaschutzkonzept erarbeitet, eine Co2- und Energie-Bilanz für das Gemeindegebiet erstellt und ein Energiebericht erarbeitet werden, der die kommunalen Liegenschaften im Fokus hat (auch dafür gibt es Fördermöglichkeiten, hier über das Förderprogramm KlimaschutzPlus der L-Bank). Öffentlich vorgestellt und durch Beteiligung Interessierter aus der Bevölkerung soll eine regelrechte „Begeisterung für den Klimaschutz“ entstehen, die in den Folgejahren die Umsetzung der Maßnahmen befördere. Mobilitätskonzept, Ausbau der Fotovoltaik, Erhöhung der Sanierungsrate im Ort – Matuschek nannte ein ganzes Bündel an förderlichen Klimaschutz-Maßnahmen. Kurz vor Ende der Sommerferien soll es öffentlichkeitswirksam vorangehen: Das Stadtradeln Gundelfingens ist für den 7. bis 27. September geplant. Dann kann jeder aus der Gemeinde per Velo nachweislich etwas gesundheitlich für sich und klimaschutzförderlich für die Gemeinde tun (nähere Informationen folgen zeitgerecht).

Würdigungen

Seine Ideenfülle wurde im Ratsrund einhellig anerkannt. „Ihre vielfältigen Ideen sind zu würdigen, unsere Unterstützung haben Sie“, sagte Barbara Löffelbein (FW). „Bei so viel Engagement werden sich auch viele Bürger rasch beteiligen“, urteilte Dr. Beate Fischer Wackes (Bündnis 90/Grüne), die auch das Thema „Begrünung“ im Blick behalten wissen wollte. Karl-Christof Paul (SPD) sah in der CO2-Bilanz „ein wichtiges Instrument für klare Zielsetzungen, beispielsweise in den Fotovoltaik-Zuwächsen“. Thomas Danner (CDU) lobte die vorgeschlagenen konkreten Maßnahmen, deren Umsetzung im Verbund mit dem finanziell Machbaren erfolgen müsse.     

 

Gundelfinger Wald in guter Situation

Dr. Karl-Ludwig Gehricke und Karina Koch vom Kreisforstamt stellten die Situation und mögliche Entwicklung des Gundelfinger Waldes dar. Im Rahmen der „Eigentümerzielsetzung Kommunalwald“ wurden die Vorschläge unterbreitet, die die Gemeinderäte später einstimmig annahmen. 

Gekennzeichnet sind sie durch „Ökonomie“, „Ökologie“ und „Soziales“, die in angemessener Balance gehalten werden sollen. So soll die schwarze Null erreicht werden, um Kosten für die Bewirtschaftung, darunter Wegepflege, Nachpflanzungen und Schädlingsbekämpfung, zu sichern, die ökologische und soziale Funktion soll darüber hinaus aber erhalten und gestärkt werden, wie Bürgermeister Raphael Walz festhielt. Eine herausragende Rolle als Habitat beispielsweise nimmt der „Untere Wald“ ein, der der geschützten Bechsteinfledermaus wie auch dem Hirschkäfer eine sichere Heimstatt bietet.

Daten und Fakten

Der Gemeindewald umfasst eine Fläche von 174,76 Hektar und weist einen ansehnlichen

 Laubholzanteil auf, auf der Gemarkung Wildtal finden sich auch die hohen Nadelholzanteile (Douglasie, Tanne, Fichte). 2011 wurde ein Laubbaumanteil von 71 Prozent, ein Nadel-baumanteil von 29 Prozent festgestellt. Häufigste Baumarten hier sind die Buche (30 Prozent) und die Traubeneiche (17 Prozent). Häufigste Nadelbaumart ist die Douglasie (Anteil von 13 Prozent). Die heißen Sommer 2018 und 2019 erzeugten in vielen Wäldern große Schäden, der Gemeindewald Gundelfingen war vergleichsweise wenig betroffen. 

Planungen

Vorgesehen ist, Altbestände sollten vor dem Hintergrund der fortschreitenden Klimaerwärmung rechtzeitig in klimastabile Waldbestände überführt werden (Reduktion des Risikos durch Sturm, Trockenheit und Schädlinge). Die alten Eichenbestände im „Unteren Wald“ sollen bleiben – dafür ist die Gemeinde auch bereit auf etwaige Holzverkaufserlöse zu verzichten. Ein Alt- und Totholzkonzept könnte in der kommenden Einrichtungsperiode implementiert werden. Auf jeden Fall sollen durch die naturnahe Waldbewirtschaftung Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion gleichermaßen erfüllt werden.

Stimmen

Das fand bei allen Fraktionen Zustimmung, wie die Kommentarauszüge belegen: „Hausaufgaben gut gemacht“ (Michael Hornbruch, fW); „klug gewirtschaftet“, (Dr. MAtthais sChmidt-Eule, B‘90/Grüne); „Erhalt der Eichen erweist sich als richtig“ (Bruno Zimmrmann, SPD); „die natürliche Verjüngung bietet gute Chancen“ (Marie-Luise Prunkl, CDU).