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Aktuell

Bebauungsplan Ortsmitte beschlossen

Bebauungsplan Ortsmitte beschlossen
Bebauungsplan Ortsmitte beschlossen

Die jüngste Sitzung des Gemeinderats Gundelfingen begann still. In einer Schweigeminute zum Gedenken der beiden Verstorbenen Werner Haerdle und Rolf Meyer verharrten die Anwesenden im Sitzungssaal des Rathauses in Schweigen. Beide Verstorbene haben sich, wie Bürgermeister Raphael Walz betonte, weit über die Grenzen Gundelfingens hinaus verdient gemacht. 

Danach begann die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung mit einer rein formellen Abstimmung, die auch einstimmig verlief. Die Freien Wähler beantragten eine Änderung in der personellen Zusammensetzung der Ausschüsse. So werden für die Freien Wähler neu Michael Hornbruch anstelle von Bernd Bauer im Finanz- und Verwaltungsausschuss  und Bernd Bauer für Michael Müller im Sozial-, Kultur-, Schul- und Sportausschuss wirken. Dort wird Michael Müller als Stellvertreter neu agieren. Da Mitglieder des Finanz- und Verwaltungsausschusses auch den Aufsichtsrat der Gundelfinger Wärmeversorgungs- und Hallenbad GmbH bilden, wird auch dort Michael Hornbruch neues ordentliches Mitglied. Er wird außerdem ab dem 1.10.2018 neuer Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler.

Die 5. Änderung des Bebauungsplans Ortsmitte I an der Alten Bundesstraße 72-74 war das  ausführlichste Thema des Abends. Architekt Thomas Thiele stellte den Anwesenden den neuen, zur Abstimmung vorliegenden Bebauungsplan vor und nahm zu den eingegangenen Bedenken und Anregungen Stellung. Als größte Vorteile gegenüber dem vorherigen Bebauungsplan sah er die Lösung, dass die gemeinsame Tiefgaragenzufahrt über die Alte Bundesstraße erfolgen wird und somit eine deutliche Entlastung des Verkehrs „Im Höfle“ entsteht. Die am rückwärtigen Gebäudeteil geplanten Stellplätze entsprächen exakt der aktuellen Anzahl. Eine fußläufige Verbindung der „Alten Bundesstraße“ zum „Im Höfle“ konnte ebenso in den neuen Plan eingearbeitet werden. Ein Blickfang stelle die geplante Arkade dar. Die Stellungnahmen der öffentlichen Träger und die Bedenken der Anwohner erörterte Thiele ausführlich.

Bürgermeister Raphael Walz betonte die Notwendigkeit der Weiterentwicklung der Ortsmitte, zeigte jedoch ebenso Verständnis für die Bedenken der Anwohner, die hauptsächlich die Massivität der 3- und 4-geschossigen Gebäude kritisierten und einen Verzicht auf die Festsetzung eines „Kerngebiets“ forderten. 

Mit der Planung sei man deutlich unter der möglichen Höchstgrenze geblieben, so Bürgermeister Walz. Durch den Kauf von 33 zusätzlichen Parkplätzen in der Tiefgarage biete die Gemeinde zukünftig ein adäquates Parkangebot. Im Gegensatz zu überall gemeldeten Leerständen in den Zentren zeige Gundelfingen eine belebte Ortsmitte, die ihresgleichen suche. 

In der anschließenden Diskussionsrunde äußerten sich auch alle Fraktionen positiv zu dem neuen Bebauungsplan. Michael Hornbruch von den Freien Wählern betonte die deutliche Verbesserung der zukünftigen Parksituation und die Notwendigkeit eines Lebensmittelmarktes in der Ortsmitte. Kaum eine Gemeinde sei so attraktiv wie Gundelfingen. Karl-Christof Paul (SPD) sprach von einem vernünftigen Gesamtkonzept und lobte die Verkehrsentlastung für die Anwohner „Im Höfle“. Dr. Beate Fischer-Wackes von den Grünen begrüßte im Namen der Fraktion das Konzept, das den Gewerbetreibenden ebenso zugute kommt wie der Bevölkerung. Insbesondere freute sie sich über das zusätzliche Angebot von Fahrradabstellplätzen. Thomas Danner von der CDU sah gar eine lärmtechnische Entlastung für die Anwohner „Im Höfle“, da das geplante Haus den Schall des Straßenlärms auffange. Trotz der zusätzlichen Parkplätze befürchte er weiterhin einen hohen Parkdruck, dennoch stimme die Fraktion dem Vorschlag zu. Auch Christa Heller (FDP) sagte ihre Unterstützung des Bebauungsplans zu. Einzig Silke Eisfeld (Grüne), die ein „Verschwinden von Grün“ befürchtete, zeigte sich skeptisch. Zwar seien gute Impulse eingeflossen doch verstehe sie auch die Bedenken der Anwohner. Sie enthielt sich der Stimme. Peter Schöllhorn (Grüne), der eine Einbeziehung der Bevölkerung nicht erkennen konnte und in dem Bebauungsplan zu wenig Einfluss auf die Investoren sah, lehnte den Antrag gar ab. Zur Kenntnis nehmen musste der Gemeinderat allerdings, dass der Anwalt der Anwohner mit einer Klage drohte. Dennoch wurden am Ende der Bebauungsplan und die örtlichen Bauvorschriften mit einer Enthaltung und einer Gegenstimme mehrheitlich beschlossen.